Schenkung der Eltern an Kind und Schwiegerkind - und nun?

Die Rückforderung von "verschenkten" Sachen wenn die Ehe gescheitert ist, stellt sich manchmal als schwierig dar. Aber mit ein bißchen gesundem Menschenverstand kann man seinem Anwalt die Arbeit erleichtern.

Manchmal ist es etwas so einfaches wie der Verwendungszweck auf der Überweisung. Dazu folgender Fall:

Die Eheleute erhielten 2002 von den Schwiegereltern 300.000 Euro zum Bau ihres Familienheims.

Die Schwiegereltern überwiesen den Betrag auf ein Gemeinschaftskonto beider Ehegaten, von welchem der Kaufpreis und die Baukosten bezahlt wurden.

Die Ehegatten, die im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten, trennten sich 2012 und wurden geschieden. Im Rahmen des Zugewinnausgleichs wurde festgestellt, dass beide zu den Stichtagen kein Anfangs- und auch kein Endvermögen hatten – außer der Immobilie, deren Wert unverändert geblieben ist.

Nun verlangen die Schwiegereltern vom Schwiegerkind die Zahlung von 150.000 Euro.

Erfolgen schwiegerelterliche Zahlungen ohne nähere Angaben zur Person des Bedachten auf ein Gemeinschaftskonto der Ehegatten, steht beiden Ehegatten der Betrag im Zweifel je zur Hälfte zu; bei der Überweisung auf ein Einzelkonto dem Inhaber.

Meine Empfehlung lautet daher: Versuchen Sie die Überweisung ganz genau zu bezeichnen, z.B.: Schenkung an unsere Tochter YX.