Angehörigen-Entlastungsgesetz - gut gegen Elternunterhalt

Bislang war es so, dass die Kinder, deren Eltern sich z.B. in einem Pflegeheim befanden und deren Rente nicht für sämtliche Kosten ausreichte, diese "Finanzierungslücke" aus eigener Tasche zahlen mussten, soweit sie dazu in der Lage waren. Das nennt man Elternunterhalt.

Wie kommt dieser zustande?

Ihre Mutter liegt im Pflegeheim und wird rund um die Uhr betreut, weil sie Pflegegrad 4 hat. Folgende Kosten können dabei entstehen:

Was ist dann aber, wenn die Rente gerade mal 1.340,00 Euro beträgt? Den Rest von rund 200,00 Euro müssen die Angehörigen oder das Sozialamt leisten und zwar jeden Monat bis zum Tod der Mutter. Da kann schon eine stolze Summe zusammen kommen.

Wenn das Sozialamt leistet, gehen die Ansprüche gegen die Familienangehörigen automatisch gleich auf das Sozialamt über, so dass das Sozialamt im Todesfall zum Beispiel Anspruch auf einen Teil des Erbes stellen kann.

Nun soll mit diesem Angehörigen-Entlastungsgesetz eingeführt werden, dass die Heranziehung von Angehörigen "mit einem jeweiligen Jahresbruttoeinkommen von bis zu 100 000 Euro in der Sozialhilfe ausgeschlossen" sind.

Mal sehen was draus wird.