Vaterschaftsanfechtung

Vaterschaftsanfechtung und Vaterschaftsfeststellung - das sind die richtigen Verfahren, wenn mann / frau folgende Unsicherheiten verspürt:

Dann gibt es folgende Möglichkeiten:

Anfechtung der Vaterschaft - wenn man sicher ist, dass der biologische Vater nicht der rechtliche Vater ist:

Die Anfechtung nach § 1600 BGB Absatz 1 Nr. 2 setzt voraus, dass zwischen dem Kind und seinem Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 keine sozial-familiäre Beziehung besteht oder im Zeitpunkt seines Todes bestanden hat und dass der Anfechtende leiblicher Vater des Kindes ist.

Im Auge behalten sollte man hier die Anfechtungsfrist des § 1600 b BGB: Denn die Vaterschaft kann nur binnen zwei Jahren gerichtlich angefochten werden. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Berechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen; das Vorliegen einer sozial-familiären Beziehung im Sinne des § 1600 Abs. 2 erste Alternative hindert den Lauf der Frist nicht.

Vaterschaftsfeststellungsverfahren - wenn man nicht der Ehemann ist, aber der Vater des Kindes sein möchte

In diesem Fall kann man nach § 1600 d BGB die gerichtliche Feststellung der Vaterschaft beantragen. Gewöhnlicherweise kann man die biologische Vaterschaft mit Hilfe eines Gutachtens feststellen lassen.

Aber Achtung: Heimliche Vaterschaftstests sind nicht erlaubt.

Als Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht kann ich Ihnen auch in dieser schwierigen emotionalen Situation zur Seite stehen.