Statt eines Ausschluss aus einer Zweier-GbR geht auch eine Übernahme

Wenn die GbR (also die Gesellschaft) nur aus zwei Personen besteht, kann man den anderen Gesellschafter nicht nach § 737 BGB ausschließen. So würde man einen "Störer" nur ausschließen können, wenn es mehr als zwei Gesellschafter sind.

ABER: Gemäß § 737 BGB analog besteht für den Mitgesellschafter die Möglichkeit - durch eine einseitige Erklärung (Brief per Einwurfeinschreiben versandt) - dem anderen Gesellschafter mitzuteilen, dass man das Gesellschaftsvermögen mit allen Aktiven und Passiven ohne Liqidation übernimmt.

Das geht aber nur, wenn in dem Gesellschaftsvertrag für den Fall der Kündigung eine Übernahme- oder Fortsetzungsklausel vorhanden ist. Die liest sich in etwa so: "Kündigt oder verstirbt ein Gesellschafter oder tritt in seiner Person ein Grund ein, der nach § 723 BGB die Auflösung der Gesellschaft zur Folge haben würde, so ist der andere Gesellschafter zur Übernahme des Gesellschaftsvermögens mit allen Aktiven und Passiven ohne Liqidation berechtigt."