Wie berechnet man Unterhalt?

Wenn man es genau und richtig machen möchte, errechnet sich der Unterhalt aus dem Durchschnittsgehalt der letzten zwölf Monate abzüglich aller in dem gleichen Kalenderjahr entstandener Ausgaben, die notwendig waren, um dieses Einkommen zu erwerben oder zu erhalten.

Zu den Einnahmen zählen alle Einkünfte, die ein Arbeitnehmer aus einem Arbeitsverhältnis monatlich, unregelmäßig oder einmalig bezieht, einschließlich aller Sonderzuwendungen, Zulagen, Zuschlägen, Zuschüssen, Sachbezügen, sonstigen Nebeneinnahmen und Steuererstattungen.

Bei einem Selbständigen betrachtet man die letzten drei Steuerbescheide und seine Erklärungen und bildet daraus den Durchschnitt.

Wenn man in der selbstgenutzten Immobilie wohnt, muss man sich die Differenz als Einkommen anrechnen lassen, die zwischen Kaltmietersparnis (was man, wenn man zur Miete wohnen würde als Miete bezahlen würde) und z.B. den Kreditkosten besteht (wenn sie besteht).

Zu den Einkünften zählen auch, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und aus Kapitalerträgen.

Hiervon kann man Ausgaben subtrahieren. Diese sind im Einzelnen (wobei dies keine abschließende Aufzählung ist!):

Beim Ehegattenunterhalt und beim sonstigen Verwandtenunterhalt (außer Kindesunterhalt) außerdem:

Nicht abziehbar sind die Kosten des laufenden Lebensbedarfs wie Miete, Handy, GEZ, Ausgaben für Essen und Trinken usw. Diese Lebenshaltungskosten sind im sog. Selbstbehalt enthalten.