Familienrecht

Muss ich einen Unterhalts-Titel errichten, wenn ich dazu aufgefordert werde?

Eigentlich ist dies schon ein älterer Hut, aber er kann einem hin und wieder Kopfschmerzen bereiten: Wenn man vom gegnerischen Rechtsanwalt aufgefordert wird, kostenfrei einen vollstreckbaren Kindesunterhaltstitel beim örtlichen Jugendamt zu errichten, so sollte man dem Folge leisten, sonst muss man die Kosten der Klage bezahlen …

Gebühren bei Mahnung Kindesunterhalt

Ein Mandant von mir hatte eine Aufforderung vom gegnerischen Rechtsanwalt bekommen, für die Monate September, Oktober und November 2020 rückständigen Kindesunterhalt aus einem gerichtlichen Vergleich zu zahlen, da er sich in Verzug befände. Im Anschluss an die Aufforderung zur Zahlung hatte er mit dem Satz geschlossen: "Da Sie meine Beauftragung notwendig gemacht haben, müssen Sie auch meine Gebühren über 90,96 Euro bezahlen …

Wie berechnet man Unterhalt?

Wenn man es genau und richtig machen möchte, errechnet sich der Unterhalt aus dem Durchschnittsgehalt der letzten zwölf Monate abzüglich aller in dem gleichen Kalenderjahr entstandener Ausgaben, die notwendig waren, um dieses Einkommen zu erwerben oder zu erhalten. Zu den Einnahmen zählen alle Einkünfte, die ein Arbeitnehmer aus einem Arbeitsverhältnis monatlich, unregelmäßig oder einmalig bezieht, einschließlich aller Sonderzuwendungen, Zulagen, Zuschlägen, Zuschüssen, Sachbezügen, sonstigen Nebeneinnahmen und Steuererstattungen …

Errichtung einer Vorsorgevollmacht = Errichtung einer Haftungsfalle?

Es erscheint auf den ersten Blick eine ganz harmlose Sache zu sein, wenn die Eltern für das Kind oder wenn das weit weg wohnt, für liebe und vertrauenswürdige Bekannte, eine General- und Vorsorgevollmacht errichten. Rechtlich wird nämlich die Vorsorgebevollmächtigung als Auftragserteilung gesehen – selbst wenn sie unentgeltlich ist …

Unterhaltsvorschuss zum 01.01.2021

Der Kindesunterhalt steigt auch zum 01. 01. 2021. Damit geht auch eine Änderung des Unterhaltsvorschusses einher: für Kinder bis 6 Jahre = 174,00 € in der ersten Altersstufe 393,00 Euro ab dem 1. Januar 2021 abzüglich 219,00 Euro Kindergeld; für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren = 232,00 € in der zweiten Altersstufe 451,00 Euro ab dem 1 …

Kindesunterhalt zum 01.01.2021

Zum 01. 01. 2021 wird das Kindergeld für ein erstes und zweites Kind auf jeweils 219,00 € angehoben. Es verändern sich damit die Beiträge zum Unterhaltsvorschuss und es findet zusätzlich auch eine Steigerung der eigentlichen Kindesunterhaltsbeträge in Bezug auf den 1. Januar des letzten Jahres statt: Die Unterhaltsbeiträge betragen ab dem 01 …

Was macht man beim Versorgungsausgleich ?

Die Frage eines Mandanten: Sehr geehrte Frau Sander, gerne hätte ich eine kurze Zusammenfassung darüber, was dieses Schriftstück mir sagen soll. Ich bedanke mich schon im Voraus und verbleibe mit besten Grüßen Der Mandant hatte im Rahem eines Ehescheidungsverfahrens für den Versorgungsausgleich eine Auskunft nach § 5 des Versorgungsausgleichsgesetzes erhalten …

Mütter und ihre Einbußen bei der Altersvorsorge

Die Bertelsmann Stiftung hat eine Kurzexpertise zum Thema "Was es kostet, Mutter zu sein" herausgebracht. Es ist schon erschreckend: Wenn man das gesamte Erwerbsleben betrachtet, verdienen Frauen nur halb so viel wie die Männer. Der Grund: Kinder. "Die Entscheidung für Kinder führt bei Müttern mit einem Kind zu durchschnittlichen Einbußen an Lebenserwerbseinkommen von rund 40 Prozent im Vergleich zu kinderlosen Frauen …

Kinderbonus und Kindesunterhalt

Für alle Kinder, die gerade Anspruch auf Kindergeld haben, wird im September 2020 ein Betrag von 200,00 Euro und im Oktober 2020 ein Betrag von 100,00 Euro zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt. Damit fangen die Fragen und Probleme an: Wenn man Unterhaltsvorschuss, Wohngeld oder Kinderzuschlag bei Hartz IV erhält, soll der Kinderbonus nicht abgezogen werden (können) …

Neuregelung zur Stiefkindadoption in nichtehelichen Lebensbeziehungen – Umsetzung einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Viele von Ihnen haben sich vielleicht schon mal gefragt, ob Sie das Kind Ihres Lebensgefährten (nicht zu verwechseln mit dem Lebenspartner, mit dem man eine sog. Lebenspartnerschaft eingegangen ist) adoptieren können, um auf diesem Wege gemeinsame Eltern zu werden. Dies war nach bisheriger Rechtsprechung nicht möglich …

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